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Pressemitteilung 6/2010 vom 14. Juni 2010
Exzellente Automobile in exklusivem Ambiente
Teilnehmerrekord und herausragende Fahrzeuge bei Retro Classics meets Barock
230 hochklassige Oldtimer im barocken Schlosspark – so viele Fahrzeuge gab es
bei Retro Classics meets Barock noch nie. Doch nicht nur die Anzahl, auch die
Qualität der Fahrzeuge überzeugte. Unter 60 Fahrzeugen, die beim Concours
d´Élégance nach dem strengen Reglement des Oldtimer-Weltverbands FIVA bewertet
wurden, machte der Mercedes-Benz 710 SS von 1929 mit Castagna-Karosserie das
Rennen. Der außergewöhnliche Wagen wurde von der Gesellschaft der Freunde
historischer Automobile in München zur Bewertung gebracht. Sieger des Festival
of Classic Cars mit Fahrzeugen bis 1980 wurde der Borgward Isabella mit Baujahr
1956 von Uwe Vogel.
Das Gewinnerfahrzeug, der
Mercedes-Benz 710 SS Castagna mit Baujahr 1929.
Klassische Fahrzeuge, wohin das Auge blickt – bei Retro Classics meets Barock
kamen Teilnehmer, Jury und Besucher voll auf ihre Kosten. Vom VW Käfer bis zum
Rolls Royce - aus jeder Fahrzeugklasse und Epoche der Automobilität waren
Oldtimer-Besitzer mit ihren bestens restaurierten und gepflegten
Liebhaberstücken gekommen. Wenn auch die kleinen, aus eigener Anschauung
bekannten Fahrzeuge die Besucher begeisterten, galt doch die Neugier zuerst den
eleganten hochklassigen Fahrzeugen des Concours d´Élégance: Teilnehmer und
Zuschauer erwarteten am Samstag und Sonntag Nachmittag gespannt die Ergebnisse
der Jury.
Einhellig lobte die Jury die Qualität der ausgestellten Automobile. „Es ist eine
Freude für uns, so viele so schöne und perfekte Fahrzeuge bewerten zu dürfen“,
sagte Jury-Leiter Matthias Runar. Daher fiel der Jury die Bewertung nicht
leicht. Wieder einmal brachte der italienische
Oldtimer-Sammler Corrado Lopresto einen neu restaurierten Wagen mit nach
Ludwigsburg. Der Lancia Florida von 1955 ist ein Prototyp und Einzelstück,
revolutionierte das Auto-Design der damaligen Zeit und belegt daher den Platz 1
der Klasse „Post War geschlossen“. Das erstklassige Fahrzeug war im April 2010
Gesamtsieger des Concours d´Élégance von Villa d´Este in Italien.
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Corrado Lopresto mit dem Klassensieger „Post War geschlossen“, Lancia Florida
1955.
In der Klasse „Post-War offen“ hatten die Juroren die Qual der Wahl zwischen
mehreren sehr schönen Fahrzeugen. Das Gewinnerfahrzeug ist ein grüner Alfa Romeo
2500 SS „Matching Numbers“ mit Baujahr 1947, den der Besitzer Rudolph Henle erst
im März bei der Oldtimermesse RETRO CLASSICS erworben hat. Der Wagen mit
Pininfarina-Karosserie besitzt drei Weber-Vergaser statt der üblichen zwei und
hat wie alle Alfa Romeo Sportwagen das Lenkrad auf der rechten Seite, damit der
Fahrer bei Autorennen auf der Innenseite des Parcours sitzt. Den zweiten Platz
in dieser Klasse belegt ein sagenhaftes Delahaye 135 M Coupé mit Baujahr 1949,
das vom berühmten Karossier Saoutchik aufgebaut wurde. Der schneeweiße Wagen war
ein Publikumsliebling.
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Delahaye 135 M Saoutchik 1949.
Das Gewinnerfahrzeug, der Mercedes-Benz 710 SS mit Castagna-Karosserie, beweist,
dass auch ältere Fahrzeuge das Zeug haben, einen Concours d´Élégance zu
gewinnen. Für den Erstbesitzer Samuel Lionel „Roxy“ Rothafel, den Eigentümer der
amerikanischen Roxy-Filmtheater, kam natürlich nur ein Superklasse-Fahrzeug in
Frage. Sein Mercedes-Benz des Chef-Konstrukteurs Ferdinand Porsche mit 7,1 Liter
Hubraum brachte es auf 200 PS und erreichte mit zugeschaltetem Roots-Gebläse
eine damals sensationelle Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h. Wahrscheinlich war
er der damals schnellste Straßenwagen der Welt. Rothafel beauftragte den
Mailänder Karosseriehersteller Castagna, das Fahrgestell mit einem zweisitzigen
Aufbau zu versehen. Der Wagen besitzt alle Eigenschaften eines
Gewinnerfahrzeugs: Technische Perfektion bei innovativer Technik und völlig
neuartigem Design, eine klassische Linienführung, die von allen Seiten gleich
schön anzusehen ist, Detailgenauigkeit und perfekte Restauration, die den Wagen
möglichst nah an den Originalzustand bringt. Alle Teile, Farben und Materialien
sind so, wie sie zum Zeitpunkt der Herstellung waren.
Die Leidenschaft der neuen Besitzer für ihr klassisches Automobil führt zu
großen Anstrengungen in Sachen Restaurierung. Corrado Lopresto berichtete von
der Restaurierung einer Isotta Fraschini, während der ein Mechaniker einen
Kolben auswechseln wollte. Weil aber in diesen Kolben das Firmensignet
eingraviert war, bestand der Besitzer auf einer Restaurierung des vorhandenen
Kolbens und wurde für diese Detailgenauheit belohnt: „Durch den Erhalt der
Kolben blieb der Motorsound erhalten“, erzählte Lopresto.
Die Leidenschaft für die Automobile bringt die Besitzer dazu, sehr viel Geld in
die Restaurierung zu investieren, sodass deren Wert nach der Restaurierung in
manchen Fällen 2 Millionen Euro und mehr beträgt. Aber auch kleine und weit
günstigere Fahrzeuge haben eine Chance, einen der begehrten Pokale mit nach
Hause zu nehmen. Bei deren Restaurierung zahlt sich vor allem die Liebe zum
Detail aus. So gewann ein VW 14 A die Kleinwagenklasse beim Festival of Classic
Cars, während ein Ford Taunus 2 XL die Sparte „Classics 2“ mit Fahrzeugen der
Baujahre 1971 bis 1980 anführt.
Die Zuschauer bei Retro Classics meets Barock lieben das Ereignis, denn wo hat
man sonst die Gelegenheit, so viele wunderschöne Oldtimer in so schöner Umgebung
zu sehen? „Ludwigsburg ist für mich das Villa d´Este von Deutschland“, sagte der
prominente Teilnehmer Corrado Lopresto. Er schätzt die malerische Kulisse vor
dem Ludwigsburger Barockschloss genauso wie die herrlichen Fahrzeuge. Auch
Show-Star Peter Kraus besuchte mit seiner Gattin das Oldtimer-Event. „Früher
habe ich selbst Rallyes gefahren, zum Beispiel von Sizilien zum Nordkap“,
erzählte der Oldtimer-Fan, der selbst mehrere klassische Fahrzeuge besitzt und
diese auch selbst repariert und restauriert.
Roland Bleinroth. Chef der Stuttgarter Messe, wies auf den emotionalen Faktor
des Oldtimer-Hobbys hin: „Wenn die sparsamen Schwaben solche große Summen
investieren, muss da schon ihr Herz daran hängen!“, führte er beim Gala-Abend
aus und formulierte das Geheimnis des Erfolgs als Dreiklang von Tradition,
Innovation und Emotion. Baden-Württembergs Stellvertretender Ministerpräsident
und Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll ließ es sich nicht nehmen, bei
Retro
Classics meets Barock einen klassischen Rennwagen zu testen.
Er eröffnete die Abendveranstaltung und betonte bei seinem Grußwort die
wirtschaftliche Bedeutung der Automobilindustrie: „Oldtimer sind als Wertanlage
dermaßen in der Gunst der Anleger gestiegen, dass das Motto heißen könnte:
Heckflosse statt Hedge-Fonds“, führte er aus. Beim Gala-Abend wurden außerdem
zwei leidenschaftliche Oldtimerfans mit dem „RetroClassicCultur Award“ belohnt.
Dieser Preis wurde erstmalig an den Partner der Veranstaltung Josef May und an
den Juror Siegfried Linke vergeben. Mit dem Award werden in Zukunft jedes Jahr
Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für klassische
Automobile und die Veranstaltung Retro Classics meets Barock einsetzen.
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Silhouette-Geschäftsführer Josef May, Partner von
Retro Classics meets Barock,
erhält den RetroClassicCultur Award des RCC e.V. aus der Hand von Prof. Dr.
Ulrich Goll, Justizminister und Stellvertretender Ministerpräsident von
Baden-Württemberg.
Fahrzeuge in Aktion beim Gleichmäßigkeits-Fahrwettbewerb rund um den
Schlossteich, Unterhaltungsmusik aus den 1930er- bis 1960er-Jahren, strahlende
Preisträger und viel Bewegung im inneren Schlosshof und im Südgarten – das
Oldtimer-Festival hat auch 2010 wieder viele Menschen begeistert. Kurzfristig
hatten sich auch bekannte Persönlichkeiten aus der Rennfahrerszene angemeldet:
Herbert Linge, Hans Mezger, Kurt Ahrens sowie die Rennfahrer-Legenden Eberhard
Mahle und Hans Herrmann freuten sich über die vielen hochklassigen Fahrzeuge bei
Retro Classics meets Barock.
Das Fazit des Jury-Vorsitzenden Professor Peter Pfeiffer, Präsident des Rates
für Formgebung Deutschland: „Wetter, Autos und Stimmung – alles passte
hervorragend. Wir von der Jury sind überrascht, dass immer wieder Automobile
entdeckt und hierher gebracht werden, die selbst wir Experten noch nie gesehen
haben. Das Wochenende ist dazu angetan, mit Zuversicht ins nächste Jahr zu
blicken.“ Silhouette-Geschäftsführer Josef May, einer der Partner des Events,
fasste das Ergebnis so zusammen: „Anspruchsvolle Fahrzeuge, gutes Wetter, viele
zufriedene Besucher – die Veranstaltung wird nächstes Jahr schwierig zu toppen
sein. Aber ich vertraue da ganz auf den engagierten Veranstalter!“
„Wir sind stolz darauf, dass wir auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
wieder eine so schöne Veranstaltung auf die Beine stellen konnten“, sagte
Veranstalter Karl Ulrich Herrmann. Er dankte allen Beteiligten und übergab zum
Abschluss der Veranstaltung in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des
RetroClassicCultur e.V. eine Spende von 15.611 Euro an den Verein StarCare. Das
gesammelte Geld bildet den Grundstock für einen Baby-Notarztwagen, der für akute
Notfälle in Ludwigsburg und in der Region zur Verfügung stehen soll.
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Retro Classics meets Barock
Großer Preis von Deutschland – Automobile Eleganz, 12. und 13. Juni 2010
Schlosspark Ludwigsburg, FIVA A-Wettbewerb (weltweit höchste Klasse)
Concours d´Élégance: Bewertung automobiler Klassiker der Baujahre 1886 – 1960
Festival of Classics Cars: Bewertung der Baujahre bis 1980
Mehr Infos unter www.retro-classics-meets-barock.de
Kontakt für die Presse:
Redaktionsbüro Benefactum Gabriele Eisner,
eisner@benefactum.de
Die Fotos dieser Pressemitteilung können bei
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